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Wenn
vom Universum die Rede ist, dann wird damit in den allermeisten
Fällen der Kosmos oder Weltraum gemeint. Doch ist der Begriff
seiner Grundbedeutung nach nicht etwa nur auf den Kosmos oder
den Weltraum beschränkt. Allgemein wird mit dem Begriff die
Gesamtheit aller Dinge erfasst, und zwar sowohl sichtbar als
auch unsichtbar. Da stellt sich die Frage, ob etwas das seiner
Natur nach unsichtbar ist, noch als Ding oder Sache betrachtet
werden kann. Nehmen wir für etwas Unsichtbares das am besten
geeignete Beispiel eines Programms, oder auch das des Inhalt
eines Buches. Demnach fällt alles was geistig ist, wie
Information, Sinn,
Absicht und Wille, in die Kategorie der unsichtbaren Dinge.
Niemand wird deshalb auf die Idee kommen, die Existenz von
Unsichtbarem zu leugnen. Im Unterschied zu Geistigem bzw.
Immateriellem und Spirituellem gibt es aber auch unsichtbar
Materielles. Die Grenze zwischen sichtbar und unsichtbar
Materiellem ist fließend, wie die Physiker wohl alle wissen.
Für solch Unsichtbares benötigt man zur Sichtbarmachung
lediglich geeigneter Empfangsgeräte mit Bildgebungsverfahren.
Ebenso ist jedem Bildungsbürger geläufig, dass Energie unsichtbar ist,
welche ja die Grundlage für die für uns sichtbare Materie bildet.
Energie kann nun in Masse verwandelt, und Masse wieder in Energie
rückverwandelt werden, gemäß der einstigen weltberühmten Formel
Albert Einsteins: E = mc². Ist
es die Größe des sich immer weiter ins Unendliche ausdehnenden
Weltalls, oder ist es die unendliche Winzigkeit des dem
Urknall vorausbestandenen Energiebündels, welche für uns unfasslich
erscheint? Tatsächlich sind es jedoch "nur" die zwei
Seiten einer Medaille, bzw. etwas genauer die beiden Kehrseiten
ein und desselben. Quasi unendlich groß und unendlich klein als
Kehrseiten? Wie kann bei Unendlichkeit Kehrseitigkeit gegeben
sein? Und wirklich bedingt der mit dem Urknall stattgefundene
Anfang des raumzeitlichen Alls zwei dadurch definierbare Enden
dieser an sich einer Definition entzogenen Absolutheit. Denn
das, was wie das Energiebündel vor dem Urknall wegen seiner
energetischen Immaterialität damit weder zeitlich noch
räumlich zu erfassen ist, das ist rein virtuell
ungegenständlich spirituell, sowie jenseits von Raum und Zeit
damit eben raumzeitlos und nullpunktuell. Das allumfassende
Universum ergo als einerseits raumzeitloser Nullpunkt mit
maximalster energetischer Ladung. Eine Vorstellung davon
vermitteln uns die einstens von Max Planck aufgestellten
Eckwerte als die so genannte Planck-Welt. Die einerseitig vorhandene
Unendlichkeit des Alls findet sich also in jener Urenergie der
Maximalstbedingungen just vor ihrem Urknall mit einer absoluten
Unterschiedslosigkeit als Ausgangslage. Ihr anderseitiges Ende
bildet ein mit dem Urknall in unendlicher Expansion sich totlaufendes
Universum bis zum Zerfall des letzten Atoms. Dann herrscht wie
zuvor am Anfang wieder eine absolute Unterschiedslosigkeit.
Wobei umkehrungsgemäß aus der Anfangsfülle letztlich so die
Endleere wurde, was in beiden Fällen einen identischen Nullwert
ausweist. Die
naturwissenschaftliche Erforschung des Universums reicht zurück
bis etwa den Bruchteil einer Sekunde nach dem Urknall. Will man
da zeitlich noch
weiter zurück, um so dem Big Bang stetig näher zu rücken, dann brechen
hierbei alle mathematischen und physikalischen Berechnungen
zusammen. Im Ergebnis konnte also erst ca. 1 Sekunde nach dem Urknall die Physik
mit den uns bekannten Naturgesetzen einsetzen. Wobei sich mit
zunehmender raumzeitlicher Ausdehnung das Universum sehr rasch
sehr stark abkühlte. Auch kristallisierten sich dabei die vier Grundkräfte ( = starke und
schwache Kernkraft, elektromagnetische Kraft und Schwerkraft)
heraus. Je näher man jedoch unter der Marke von 1 Sekunde dem
realen kosmischen Nullpunkt kommt, desto mehr verschwimmen Ursache und
Wirkung zu einem so genannten Einheitsbrei, ähnlich einem
Quantenvakuum, wo ja Ursache und Wirkung aufgehoben zu sein
scheinen. Erst durch die Beobachtung eines Betrachters und
abhängig von dessen Untersuchungsweise lassen sich da so
oder so Ergebnisse erzielen. Diese Doppelnatur der Dinge ist bekannt als die Heisenbergsche
Unschärferelation. Die ersichtliche Entsprechung von Urenergie
und Quantenvakuum darf aber nicht dazu verleiten, die Urenergie
mit dem Quantenvakuum gleichzusetzen. Denn die Urenergie muss im
Unterschied zum Quantenvakuum zwingend über noch zusätzliche
andere Eigenschaften verfügen als jenes Quantenvakuum unserer
ausstrukturierten Welt. Denn wo aller Raum und alle Zeit mit allen
Kräften sich zur Ungegenständlichkeit vereinigt auflöst, da herrschen Bedingungen,
welche mit der Raumzeit entstammenden Mitteln prinzipiell nicht zu erfassen
sind. Die von Max Planck geschöpfte Planck-Welt basiert auf der
Doppelnatur von Welle und Teilchen, und definiert deshalb lediglich einen durch Urknall eröffneten Grenzbereich zwischen
der Gegenständlichkeit und Ungegenständlichkeit innerhalb unserer
gegenständlich ausdifferenzierten Welt. Gerade
weil der Urknall eine vollständige Umkehrung der
ungegenständlichen Urenergie in eine deswegen konkret
gegenständlich materielle Welt darstellt, ist ihm mit den
naturwissenschaftlichen Erfahrungshorizonten innerhalb dieser
Umkehrungswelt nicht beizukommen. Da muss man sich
logischerweise fragen, was die Rückumkehrung dieser Welt in
ihren Ursprungszustand für Konsequenzen in unserem Denken und
unseren Anschauungen hätte. Nichts von dem was wir in unserer
durch Umkehrung entstandenen Welt vorfinden, lässt sich auch
nur ansatzweise auf die Urenergie anwenden. Sie ist
umkehrungsgemäß das reine "Anti". Wenn wir uns dann
weiter fragen, wo es denn in unserer Welt ein "Anti"
geben könnte, dann ist es nicht etwa eine Anti-Welt aus
Antimaterie, sondern jener zu Energie und Materie bestehende
Gegensatz des Geistes, oder auch die bewusste Information.
Gerade das Bewusstsein ist in einer so gut wie
ausschließlich materiell strukturierten Welt - wie auch das
Leben als solches - so andersartig gegensätzlich, dass man sich
zu fragen hätte, ob es denn eine Verbindung dieses Anti-Geistes
zu der Anti-Urenergie geben könnte. Und tatsächlich gibt es
sie auch. So ist es die Ungegenständlichkeit und
Strukturlosigkeit von Geist und Urenergie, die eine
verblüffende kaum zu glaubende Deckungsgleichheit nahe legt.
Nun weiß wohl ein jeder, dass sein Geist keinesfalls mit der
Urenergie deckungsgleich sein kann, denn dann wäre die
menschlich spezielle Wirklichkeit, sowie auch die allgemeine,
ein grundlegend andere. Jedoch
gibt es außer unserem Menschengeist noch den universalen Geist,
auch Heiliger Geist oder Allgeist genannt. Dessen Wirklichkeit
ist geistgemäß pure Glaubenssache, es sei denn, er
manifestierte sich wie im Fall des Jesus von Nazareth in einem
mit allen fünf Sinnen erfahrbaren Menschen. Doch dann müsste
wieder an diesen Menschen als Vertreter dieses universalen
Geistes geglaubt werden. Wissen kann man darum die Wirklichkeit
des Allgeistes immer nur durch unmittelbares eigenes Erleben.
Das war auch Jesus gegen Schluss seines öffentlichen Wirkens
immer klarer geworden, so dass es für ihn am Ende seiner
Mission nur noch darum ging, durch sein Selbstopfer eine Brücke
vom universalen Geist zum Geist der übrigen Menschheit zu
schlagen, wie sie schließlich mit dem geistlichen
Pfingstereignis Wirklichkeit geworden war. Seither besteht für
jeden Menschen die je individuelle Chance bei sich selbst über
die Person Christi mit dem Geist des Universums in Kontakt zu
geraten, sowie auch die vom Grundsatz her bestehende
Deckungsgleichheit von Geist, Universum und Urenergie zu
verwirklichen. In einem solchen konkreten Fall würde der
Betreffende bei sich selbst die alles bisherige verändernde
Erfahrung machen, dass das Universum personal ist, und die
Urenergie wiederum in Deckungsgleichheit zu einem allmächtigen
Bewusstsein steht, das über diese Urenergie mit Allmacht nach
Belieben verfügen kann, um etwa Wirklichkeiten zum
augenblicklichen Erscheinen oder Verschwinden zu bringen. Doch
gibt es die zur Allmacht befähigende Urenergie nicht gratis als
ein Geschenk, sondern sie muss bei jedem verwirklichenden
Menschen im Kreisschluss neu erzeugt werden. Dabei liegt es nun
auf der Hand, dass dies nur über den Geist infolge der
Deckungsgleichheit von Geist und Urenergie möglich ist. Dies
geschieht gemäß der Verkündigung Jesu über eine im
Auserwählten geistig sich zutragende Vereinheitlichung von
allem. Dies ist dann das innerhalb des Alls wiedererzeugte
"Anti" als Rückumkehrung von Welt und Kosmos zur
universalen urenergetischen Ausgangslage just vor dem Urknall
der Urenergie. Damit hat sich der Kreis des Universums zur
Rückgekoppeltheit von allem geschlossen. Eine
Besonderheit nimmt beim Thema Universum die Frage nach Zeit und
Ewigkeit ein. Was also ist ein zeitliches und was ein ewiges
Universum? Zeit und Ewigkeit sind hier klar, indem die Zeit die
Spanne ist, die eine Bewegung von Anfang bis Ende beansprucht,
wohingegen die Ewigkeit die zeitlich unbefristete Bewahrung der
von Anfang bis Ende stattgefundenen Bewegung darstellt. Bei
dieser Definition von Zeit und Ewigkeit können wir auf den
ersten Blick eine Deckungsgleichheit beider Gegensätze
feststellen, was so die Frage nach der Gegensätzlichkeit eines
zeitlichen sowie ewigen Universums aufwirft. Was also ist denn
der einen Gegensatz begründende Unterschied? Nun, ein
zeitliches Universum befindet sich in pausenlos von Anfang bis
Ende währenden zielgerichtetem Selbstwandel. Das Ende ist da
das Ziel des Anfangs, weswegen hier - wie auch schon beim
Universum selbst - Anfang und Ende des zeitnehmenden
Selbstwandels polare Gegensätze sein müssen. Indem sich das
zeitlich vollziehende Universum als eine Umkehrung der
kehrseitig ungegenständlichen Urenergie zeigt, ist da schon
allein mit seiner Umkehrung zu einer gegenständlichen Kehrseite
Gegensätzlichkeit manifestiert. Und indem die kehrseitig
vorhandene Urenergie raumzeitlos unveränderlich ist, haben wir
bereits eine reale Vorewigkeit. Doch ist die mit einem der
Ungegenständlichkeit und Unveränderlichkeit entsprechenden
Nullwert behaftet. Sie ist deswegen nicht identisch mit der auf
dem Urknall beruhenden Ewigkeit, die ein zeitlich sich vollziehendes
Universum dadurch erreicht, dass es den urknallenden
Umkehrungsprozess: von einem Nullkehrwert zum kehrseitig anderen
Nullkehrwert, in Ewigkeit bewahrt, und entsprechend ewig lebendig
zelebriert. Jedoch nicht in der einstigen Form beständigen
Werdens und Vergehens von Evolutionsanfang bis Evolutionsende,
sondern in der Form eines in jedem Evolutionspunkt vollendet
unvergänglichen Daseins jeweiliger Evolutionsstufe.
Zu
einem Leben in sich selbst aus sich selbst!
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