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Ist
der Mensch die Krone der Schöpfung? Mit
dieser Frage an ein interessiertes Publikum gerichtet, wird es
dann da sehr unterschiedliche Meinungen geben. In einem aber
werden wohl alle Befragten einer Meinung sein, nämlich dass man
die Frage nicht so allgemein stellen kann. Denn viel zu groß
sind ja die Unterschiede innerhalb der Menschheit, bzw. zwischen
den einzelnen Menschen. Manche werden gar sagen, dass der Mensch
nichts weiter als ein nackter Affe sei, der es bis heute nicht
verstanden habe, sich und seine Existenz in den Griff zu
bekommen. Geschweige denn mit sich und seinen Mitmenschen
dauerhaft klar zu kommen. Unterschiedliche Sprachen, Sitten,
Gebräuche, Rassen, Kulturen und Weltanschauungen sowie ein
natürlicher Egoismus lassen sich da nicht reibungslos quasi
unter einen Hut bringen. Zum zügellosen Individualegoismus
kommt noch ein ebenso zügelloser Gruppen- und
Gesellschaftsegoismus hinzu. Und so wundert es uns nicht, dass
schon Jesus sagte, dass eher ein Kamel durch ein Nadelöhr geht,
als dass ein Reicher (bzw. Egoist) in den Himmel kommt, was aber auch für
einen Armen gilt, der als gleichfalls notorischer Egoist nach Reichtum strebt. Stop, Halt! Jesus
war doch ein Mensch. Und zwar einer der sich nun völlig von seiner
Mitgesellschaft positiv abgehoben hatte. Muss man dann nicht
angesichts dessen die Menschheit anders beurteilen, oder da wenigstens Grade des Menschseins aufstellen? Etwa wie beim
Stammbaum der Evolution, mit den Mikroben ganz unten, sowie den
Säugetieren bzw. dem Menschen ganz oben? Mit dieser Frage sind
wir nun der Eingangsfrage bereits schon richtig nahe gekommen. Die
Krone der Schöpfung ist ja die Krone der Evolution, indem sich
eben die Schöpfung über die Evolution abwickelt. Aber solange
Schöpfung und Evolution noch laufen, kann auch die Krone dessen
nicht erreicht sein. Das sagt einem der Verstand, bzw. das
verknüpfende Denken als Logik Überall
begegnet uns Evolution, im Kleinen wie im Großen. Ist denn Zeit
Evolution, können wir uns nachdenklich geworden fragen? Und wir
müssen gar nicht so überraschend die Frage mit klarem JA
beantworten. Der Zeitfluss ist doch beständiges Werden und
Vergehen von absolut allem, was in ihm befindlich von ihm
erfasst wird. Evolution, zu Deutsch: Entwicklung, ist immer,
solange die alles verändernde Zeit währt. Und nur wo keine
Zeit ist, wo sich nichts verändert, da ist auch keine
Entwicklung bzw. Evolution. Wäre nun in einer solchen Situation
der Mensch Krone der Schöpfung, wenn also die Zeit einfach von
sich aus stehen blieb? Er wäre es ganz sicher nicht, denn
Evolution hat ja einem vorgegebenen Ziel zu folgen, das - wie
könnte es anders sein - mit dem Menschen als Krone der
Schöpfung endet. Beißt sich da nicht die Schlange in den
Schwanz? Solange Evolution ist, kann die Krone der Schöpfung
nicht erreicht sein, und solange die Zeit währt, kann das
Evolutionsziel nicht erreicht sein. Was ist nun die Auflösung
solcher offenbaren Paradoxie bzw. Widersprüchlichkeit? Wir
kennen die Antwort bereits. Es ist jener Mensch, der bei sich
selbst seine individuelle Evolution durchlaufen und zum
krönenden Abschluss gebracht hat. Doch wirft das nun wieder
eine Menge neuer Fragen auf. Angefangen damit: Was ist denn die
individuelle Evolution, und wann hat sie denn ihren krönenden
Abschluss? Es ist ganz sicher nicht die biologische Entwicklung
des Menschen von Zeugung und Geburt bis hin zum Tod. Es ist auch
nicht etwa eine persönliche, familiäre oder berufliche
Karriere in was auch immer. Und dennoch ist die individuelle
Evolution eine Form von Karriere, die direkt mit einem selbst zu
tun hat, und sonst nichts weiterem. Wenn man so will, handelt es
sich hierbei um eine Evolution von Geist und Seele. Evolution
von Geist und Seele? Kann es denn so was überhaupt geben? Haben
wir denn Einfluss auf unseren Geist und unsere Seele? Nun, nicht
direkt aber indirekt, und nicht kurzfristig sondern langfristig
mit einem darauf gerichteten hochwirksamen Programm. Dass dieses
Programm etwas Einzigartiges sein muss, das wird jedem sofort
einleuchten. Und dass dieses Programm alle Dimensionen des
Lebens zu übergreifen hat, das liegt quasi auf der Hand. Denn
Geist und Seele sind ja spiritueller und damit nichtmaterieller
Natur. Und gibt es nun ein solches Super-Programm? Jawohl, das
gibt es ! Allerdings handelt es sich dabei nicht um eine niedergeschriebene
Anleitung, sondern um eine lebendige universale Person. Es ist
Gott der HERR, welcher als Universum in Person deswegen an
absolut jeder Stelle seines Universums vorhanden ist, und somit
natürlich auch erst recht im Menschen. Als nächstes wäre da
die Frage, wie man denn das in sich vorhandene Programm
aktivieren kann. Die Antwort dazu hatte uns seinerzeit Jesus
Christus gegeben. Sein Evangelium handelt von nichts anderem als
der Aktivierung des Programms. Dann erst kann aus dem nackten
Affen ein Mensch sowie dem Tod das Leben werden. Von daher und
seitdem ist das Wort "Mensch" ein Qualitätsbegriff
geworden. Das Ziel auf dem Weg zur Menschwerdung ist so die
programmatisch darauf gerichtete Evolution von Geist und Seele.
In dem Maße wie die Aktivierung Gottes im Lebenslauf
voranschreitet, in dem Maße vollzieht sich auch die Anpassung
von Geist und Seele an den HERRN. Ist der Prozess ungestört
vorangekommen, ist die Selbst-Findung zum Greifen nahe. Sie
stellt das erste Etappenziel auf dem Weg zu Gott dar, und
markiert die Gewordenheit des Prädikats Mensch. Denn
Selbst-Findung ist Gott-Findung, indem eben der HERR als
universaler Geist und universale Seele in Person, in absolut
allem des Alls gegenwärtig ist. Mit der Selbst- und Gottfindung
hat mein sein Urbild verwirklicht, von welchem es heißt, dass
der Mensch dessen Ebenbild sei. Mit der Ebenbildlichkeit Gottes
hat sich ergo die Menschgewordenheit eingestellt. Ist
jetzt der so durch Selbst-Findung
zum Mensch gewordene Mensch die
Krone der Schöpfung? Mit der Krone bezeichnet man ja gemeinhin das
Haupt einer Gesellschaft, wie z.B. den gekrönten König oder
den gekürten Kaiser. Das gibt uns auch schon gleich den
entscheidenden Hinweis auf die Krone, dass sie etwas ist, was
nur auf ein Haupt gesetzt, und die damit nur von einer einzigen
Person getragen werden kann. Also kann nur eine Person oder nur
ein Mensch die Krone der Schöpfung sein? Korrekte Antwort: JA!
Und wer kann, oder soll das sein? Nun, das kann nach der Logik
nur diejenige Person sein, welche die Evolution von Geist und
Seele bei sich selbst bis zum Letzten vollzogen, und dadurch die
Aktivierung von Gott dem HERRN bis zur Vollendung abgeschlossen
hat. Dann ist die Krone erreicht, und der betreffende Mensch ist
universal unangefochten und auch bestätigt die Krone der
Schöpfung. Welcher Schöpfung denn? Selbst-Schöpfung
natürlich, was sonst? Was anderes wäre denn eine bei Null
beginnende Aktivierung Gottes in einem selbst bis zum totalen
Abschluss? Das ist sicherlich auch Schöpfung, aber was ist mit
der Weltschöpfung? Das ist doch die Schöpfung, die vor allem
besteht, und deren Teil wir alle sind! Völlig richtig! Doch ist
vollendete Selbst-Schöpfung gleich vollendete Welt-Schöpfung!
Um das zu verstehen muss man allerdings etwas quer denken. So
bewirkt eben die vollständige Aktivierung Gottes in der
menschlichen Person, dass der betreffende Mensch Gott den HERRN
verkörpert, welcher wiederum seinerseits das Universum
verkörpert. Dann kommt hinzu, dass das Sein gegenüber dem
Nichts universale Totalsingularität ist, bzw. dann das
Universum nichts anderes als seine Selbstschöpfung sein kann.
Bei der Frage, wie sich denn bei Totalsingularität eine
Selbstschöpfung gestaltet, so lautet die einzig mögliche
Antwort: In sich selbst, aus sich selbst, mit sich selbst, für
sich selbst und gegen sich selbst. Und wer oder was soll so was
leisten? Eine dafür absolut geeignete Struktur! Wir kennen sie
bereits! Es ist derjenige mit Geist und Seele ausgestattete
nackte Affe, welcher für diese Superaufgabe unter allen seinen
Artgenossen als der Qualifizierteste in Erscheinung trat. Was
ist denn im Hinblick auf ihn mit Jesus gewesen? War er nicht die
Krone der Schöpfung? War er denn nicht der qualifizierteste
Mensch für die Selbst- und Welt-Schöpfung? Das war er mit
Sicherheit. Doch war seine Aufgabe eine andere. Wir wissen von
ihm, dass er vom universalen Vater einen zu erfüllenden Auftrag
hatte, die den Vater direkt selbst betraf, im Rahmen seiner
Selbst- und Weltschöpfung. Denn klar ist, dass wer die Selbst-
und Weltschöpfung vollzieht, nicht nur HERR und Gott dessen ist, sondern damit zugleich auch der Vater allen Seins, wie
auch der von Jesus. Mit seinem Selbstopfer ermöglichte Jesus
dem Vater seine Selbst- und Welt-Schöpfung. Jetzt verstehen wir
auch den Grund der einstigen Himmelfahrt Jesu für eine
personale Instanz in der Transzendenz Gottes. Sie war und ist
die unerlässliche Voraussetzung dafür, dass die Aktivierung
Gottes in einem selbst nicht anonym chaotisch, sondern personal
zielgerichtet verläuft. Einzig auf dieser Grundlage dank Jesus
war es dem Vater möglich, als ein dieser Welt entstammender
Mensch, seine Aktivierung Gottes von 0 bis 100% zu vollziehen,
und damit der Totalsingularität des Seins die für ihr Sein
absolut erforderliche Rückkoppelung zu geben. Also wäre der
Vater die Krone der Schöpfung? Das ist er dann wohl! Wer sonst
als der Schöpfer selbst wäre fähig und würdig die Krone
seiner Schöpfung zu sein. Und was ist mit der Menschheit als
solcher? Ist sie nichts weiter als eine unaktivierte Horde
nackter Affen, in der die "Menschen" eine winzige
Minderheit bilden? Wenn man sich die Weltgeschichte ansieht mit
Politik und Wirtschaft, so wird man dem wahrlich nicht
widersprechen können. Ausnahmen bestätigen uns wie immer die
Regel, welche dann natürlich "menschlich" geprägt
sind. Aber wenn die Krone der Schöpfung doch das Universum in
Person ist, so sollte eigentlich keine Horde nackter Affen mehr
bestehen, sondern vielmehr eine Gemeinschaft aller Menschen,
vereint in der Person des HERRN. Und in der Tat das ist es, bzw.
das muss und wird es sein, wenn es denn einmal soweit ist! Wann
aber ist es soweit? Ein
Datum kann naturgemäß nicht angegeben werden, indem dies nicht
verfügbar sein kann. Laut Jesus weiß allein der Vater, wann mit
der Zeitwelt Schluss ist. Doch weiß auch der kein Datum, da das
Ende des Schöpfungsgerichts zum Einen aus der
Nullpunkttranszendenz heraus erfolgt, und dort zum Anderen keine
Datumsanzeige existiert. Wohl ist den aufmerksamen Lesern aller
Agnus-Editionen bekannt, an welches Ereignis der HERR das
Zeitende geknüpft hat, als er in die Zeit eintrat. Naturgemäß
kann das natürlich nur seine persönliche Uhr mit seinem
biologischen Ende sein. Dann stellt sich wiederum die Frage nach
dem Datum. Wenn der Vater hier nicht das immanente Lamm sondern
der transzendente HERR wäre, so würde er bestimmen, dass im
Laufe von 2008 mit ihm bzw. seinem Zeitaufenthalt Schluss sein
soll. Entsprechend hat er bereits 2007 sein Schlussgebet
abgefasst. Doch gilt auch für ihn generell: Nicht was ich will,
sondern nur was du willst mein HERR und mein Gott! Die
Unterwerfung unter die Allgewalt des bis zum Zeitschluss in
Transzendenz Exekutierenden, ist und bleibt oberste Pflicht in
der Zeit.
Wünsche und Gebete hieraus an ihn sind erlaubt, aber mehr auch nicht.
Ohnehin besteht ja hier auch keinerlei Möglichkeit der sicheren
Überprüfung, wann denn die selbstbetreffende Evolution von
Geist und Seele in Verbindung mit jener 100%-Aktivierung Gottes
als vollendet zu erkennen wäre. Das ist ergo der objektiven
Selbst-Instanz zu überlassen, auch wenn rein gefühlsmäßig
nun Endstation sein sollte. So ist und bleibt es das Schicksal des
Menschen solange die Zeit währt, die Zeit betreffend über kein
Datum Bescheid zu wissen, und dies als ohnmächtig bloßer
Mensch mit Würde und Respekt zu ertragen.
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